Einsatzabteilung
3. Zug
News
Übung 3ter Zug im Industriegebiet
Übung 3ter Zug im Industriegebiet
Heppenheim ist durch das örtliche Werk des Eiscremeherstellers „Langnese“, aber auch durch andere große Unternehmen, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Von diesen großen Industrieanlagen geht im Falle eines Brandes besondere Gefahr aus. Große ausgedehnte und prall gefüllte Industriehallen bieten dem Feuer dabei reichlich Nahrung. Hinzu kommt eine Vielzahl von Lagerhallen in denen Gefahrgut gelagert oder verarbeitet wird.
Ein solches Objekt ist das Tiefkühlhaus der Firma MUK an der Autobahn im Heppenheimer Südwesten. Hier wird Ammoniak in großen Mengen zum Kühlen der großen Tiefkühlhallen verwendet. Dieses tief kalte Gas kann bei einem Unfall zu schweren Verätzungen der Schleimhäute führen. Hinzu kommt die Gefahr, dass bei sehr hohen Konzentrationen extrem explosive Gemische entstehen können.
Die Kühlhallen der Firma MUK beherbergen neben Lebensmittel und Tiefkühlkost auch Blutkonserven, also Produkte die spezieller Kühlung bedürfen und die einen sehr hohen Sachschaden bedeuten, sollten sie einem Großbrand zu Opfer fallen.
So sieht sich die Freiwillige Feuerwehr Heppenheim einerseits einem sehr komplexen und sehr hohem Gefahrenpotenzial gegenüber, gleichzeitig gilt es im Schadensfall extrem hohe Sachwerte vor dem Verlust zu bewahren. Um sich auf diese Gefahren vorzubereiten führte der 3. Zug der Freiwilligen Feuerwehr Heppenheim am vergangenen Mittwoch eine Übung an dem besagten Objekt durch. Insgesamt 20 Einsatzkräfte rückten mit vier Fahrzeugen an um den Ernstfall zu proben. Das Szenario war ein Feuer im Maschinenhaus der Kühlanlage. Der Angriffstrupp konnte unter Atemschutz zwei verletzte Personen ins Freie bringen, ein weiterer Trupp kümmerte sich derweil um die Bekämpfung des angenommenen Brandes. Auch der Austritt des hoch ätzenden Ammoniaks konnte erfolgreich abgedichtet werden. Im Anschluss an die Übung führte Herr Fischer von der Firma MUK die Wehrmänner durch das Objekt und erläuterte dabei die baulichen und objektspezifischen Besonderheiten des Kühlhausen.
Übungsleiter Peter Laumann war am Ende hoch zufrieden mit dem Verlauf der Übung und auch das Fazit von Einsatzleiter Sven Moorhouse viel durchweg positiv aus.
- Technishce Hilfeleistung Verkehrsunfall (23.05.12)
- Eis essen (24.05.12)
- Streckenbegehung (25.05.12)
- Alle anzeigen ...


