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3. Zug
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Übung macht den Meister
Übung macht den Meister
Dass regelmäßiges üben wichtig ist lernen Kinder schon in der Grundschule, wenn man für die Sicherheit in einer Stadt verantwortlich ist, ist die regelmäßige Übung von Fachwissen umso wichtiger um im Einsatzfall bestmöglich helfen zu können.
Diesen Grundsatz machte sich der 3. Zug der Freiwilligen Feuerwehr Heppenheim zu nutzen und übte in einer außerplanmäßigen Übungseinheit die Rettung aus verunfallten Lastkraftwagen. Zu dieser Übung konnte Zugführer Michael Meixner den extra aus Mainz angereisten Fachbuchautor und Spezialisten in Sachen technischer Unfallrettung nach Verkehrsunfällen Jörg Heck begrüßen.
Zunächst näherte man sich dem Thema in einem einstündigen Vortrag, in dem Jörg Heck besonders auf den Aufbau von LKW und Speziellen Voraussetzungen für die Rettung einging. Besonders interessant war an dieser Stelle sich das veränderte Verhalten der LKW bei einem Unfall klar zu machen, wodurch auf die Feuerwehr schwierige Aufgaben zu kommen. Dies ist hauptsächlich des enormen Gewichts der Ladung von LKW geschuldet, wodurch schon bei kleinen Geschwindigkeiten enorme Kräfte auftreten können, sodass der Fahrer lebensgefährlich eingeklemmt werden kann und auf die Hilfe der Brandschützer angewiesen ist.
Im Anschluss konnten sich die Feuerwehrmänner und –frauen an aktuellen LKW-Baureihen mit der aktuellen Fahrzeugtechnik vertraut machen. Als Anschauungsobjekt hatte die Heppenheimer Spedition Schüssler extra einen ihrer neuen Kühl-LKW in den Feuerwehrstützpunkt bringen lassen. So konnte der Ausbilder auf für den Feuerwehreinsatz relevante Baugruppen, wie zum Beispiel Lage des Kraftstofftanks und der Fahrerhausaufhängung eingehen und diese an den unterschiedlichen neuen LKW demonstrieren.
Nachdem die theoretischen Grundlagen geschaffen waren konnte damit begonnen werden das erlernte in die Tat umzusetzen. Als Übungslastwagen fungierte eine defekte Rohkarosse eines LKW-Fahrerhauses. Diese Karosse wurde von der Firma Köhler Kran Service zur Verfügung gestellt.
Zunächst wurde ein Zugang zum eingeklemmten Patienten geschaffen, indem die Beifahrertüre der Kabine mittels Rettungsschere und Rettungsspreizer entfernt wurde. So konnten Rettungssanitäter und Notarzt des Deutschen Roten Kreuzes Ortsvereinigung Heppenheim zum Patienten gelangen, um diesen medizinisch zu versorgen. Erschwert wurden die Arbeiten an der Kabine durch die enorme Höhe des LKW. Um besser in der erhöhten Position arbeiten zu können, verwendeten die Einsatzkräfte ein Schnellbaugerüst, welches vor einigen Jahren extra für Einsätze mit LKW-Beteiligung angeschafft werden konnte.
Nachdem der Verletzte Fahrer versorg war konnte damit begonnen werden Platz für die Rettung der Peroson zu schaffen. Dazu wurde der Dachträger des Fahrerhauses durchtrennt und die Front mit einem Teleskopzylinder nach vorne weg gedrückt. So konnte der verletzte Fahrer sicher mit einem Rettungsbrett von Feuerwehr und Rotem Kreuz gerettet werden.
Alles in Allen waren alle Beteiligten sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung und auch wenn man sich es nie wünscht einen Fahrer aus einem verunfalten LKW retten zu müssen, so kann man jetzt mit ruhigem gewissen behaupten, man wäre optimal vorbereitet erstklassige Hilfe leisten zu können. Abschließend möchten wir uns bei der Firma Spedition Schüssler für das Bereitstellen des LKW und bei der Firma Köhler Kran Service für das zur Verfügung stellen der LKW Karosse rechtherzlich bedanken, ohne deren Unterstützung die Übung in dieser Form nicht durchführbar gewesen wäre.
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