Einsatzabteilung
2. Zug
News
Brandangriffsübung in der Heppenheimer Altstadt
Brandangriffsübung in der Heppenheimer Altstadt
Enge Anfahrtswege und dichte Bebauung sind mit die größten Gefahrenschwerpunkte bei einem Feuerwehreinsatz in der Heppenheimer Altstadt. Einmal mehr hat die Freiwillige Feuerwehr Heppenheim dies zum Anlass genommen, den historischen Ortskern der Kreisstadt in ihren Übungsplan des 2. Zuges mit aufzunehmen. Als Objekt für eine Brandangriffsübung wurde hierbei ein Fachwerkhaus gegenüber der Schlossschule ausgesucht. Das 1734 erbaute Anwesen steht derzeit zur Renovierung an.
Als Lage wurde ein Gebäudebrand mit starker Rauchentwicklung und eingeschlossenen Personen vorgegeben. Wie in einem Ernstfall auch, rückten zunächst das für die Altstadt konzertierte Kleinlöschfahrzeug und ein Löschzug in Richtung „Fautsches Viertel“, im Heppenheimer Volksmund auch „Faules Viertel“ genannt, an. Bereits hier schon wird von den Fahrzeugführern Millimeterarbeit gefordert, um die Einsatzfahrzeuge durch die engen Gassen zu manövrieren. Unsachgemäß abgestellte Fahrzeuge machen die Angelegenheit nicht leichter, um unfallfrei den Ort des Geschehens über Marktgasse und Kellereigasse zu erreichen. Eine weitere Herausforderung für Übungsleiter Christian Alt ist die Positionierung der Fahrzeuge. Nach Erkundung der Lage muss er die Rettungsfahrzeuge umsichtig platzieren, da ein späteres umrangieren fast aussichtslos ist. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten verschafften sich die Helfer Zugang zu dem dreigeschossigen Haus, um die eingeschlossenen Personen zu suchen und in Sicherheit zu bringen. Auch hier gab es wegen der Enge Probleme. Ein sehr enges Treppenhaus galt es hier mit den Ausrüstungsgegenständen und Schlauchmaterial bei schlechter Sicht zu den einzelnen Räumen sich durchzukämpfen. Neben der Menschenrettung gilt es gleichzeitig mit dem Aufbau einer Wasserversorgung zu beginnen, um bei der Haus an Haus Bebauung ein Übergreifen auf benachbarte Anwesen zu verhindern. So wurden von Marktgasse, Kellereigasse und Marktplatz jede Menge Schläuche ausgerollt, um dies sicher zu stellen. Da bei solch einer Schadlage jede Menge Atemschutzgeräteträger benötigt werden, wurden die Kollegen der Feuerwehr Hambach in das Geschehen eingebunden.
Bei einer anschließenden Lagebesprechung hatten sowohl Christian Alt als auch die einzelnen Gruppenführer die Möglichkeit, ihre Vorgehensweise gegenüber den 42 Übungsteilnehmern zu erläutern. Dass sich das Ganze in einem Realfall anders abspielen wird, darüber sind sich alle bewusst, dennoch, so die Übungsvorbereiter Leonhard Einberger und Patrick Eck resümierend, sei dieses Training „Zielführend „gewesen. Vorrangig dienen solche Übungen dazu, um die Örtlichkeit mit ihren Gefahrenschwerpunkten kennen zu lernen. Aber auch die Kommunikation an der Einsatzstelle, die Wasserversorgung, sowie das Zusammenspiel aller eingesetzten Kräfte sind hierbei von großer Wichtigkeit. Am Ende dankte Einberger der Familie Klaus Brauch für die zur Verfügungsstellung des Wohnhauses, denn nur so könne nahe an der Realität gearbeitet werden.
- Technishce Hilfeleistung Verkehrsunfall (23.05.12)
- Eis essen (24.05.12)
- Streckenbegehung (25.05.12)
- Alle anzeigen ...


